Solar auf dem Campingplatz
Hallo, ich habe diese Vorstellung bereits an anderer
Stelle gepostet, habe jedoch durch weietres Lesen in diesem Forum
entdeckt, dass ich mit meinem Beitrag wohl eher zu den Inselbetreibern
gehöre. Den Text habe ich jedoch so belassen.
Ich habe glücklicherweise diese Seite gefunden und sage mal Hallo
Ich interessiere mich schon seit langem für erneuerbare Energien und zur Verfügung stellbare Energie, wo ich sonst keinen Strom vermuten könnte. Im Rahmen meiner Tätigkeit als Kraftfahrer im internationalen Fernverkehr habe ich auch schon so manche Anlage oder auch Teile von Anlagen nach Frankreich, Spanien und auch nach Italien gefahren.
Vor ca. zwei Jahren fasste ich dann den Entschluss, von Kassel aus nach Santiago de Compostella den Jakobsweg zu gehen. Und da ich mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen kein Gepäck also Rucksack tragen kann, habe ich mir dafür einen Pilgerwagen gebaut, auf dem ich mein Gepäck hinter mir herziehen kann. Weil ich mit etwa fünf Monaten gerechnet habe und unterwegs möglichst häufig im Zelt übernachten wollte, kam natürlich auch einiges mehr an Gepäck zusammen.
Mit meinem Blog wollte ich auch immer auf dem aktuellen Stand schreiben und möglichst sofort veröffentlichen, womit die Frage mit der Stromversorgung hinzukam. Ok, Kleines Laptop bietet ca 10 Betriebsstunden mit einer Akkuladung, Handy hält aber nur wenige Tage und so informierte ich mich, ob ich nicht auch etwas mit Solar machen könnte.
Ich bin dann auf eine 30-Watt Solarpaneele gestoßen, die ich zusammen mit einem kleinen Regler günstig ersteigern konnte. Eine 12V 12aH Batterie hatte ich noch stehen und so haben ich dann einen Teil meiner Küchenkiste auf meinem Pilgerwagen für die Technik freigemacht, die Batterie untergebracht, den Regler angeschlossen und dort auch einen Abgang zu zwei 12V Autosteckdosen nach außen angebracht. Die Solarpanele habe ich am Pilgerwagen mit Gelenken so festgechraubt, dass ich sie mit einem leichten Winkel nach hinten für einen höheren Wirkungsgrad einstellen konnte. So sollte ich, mit der Sonne im Rücken, auch immer genug Strom zur Verfügung haben, um meine elektrischen Geräte betriebsbereit zu halten.
Das hat testweise auch sehr gut funktioniert, nur leider kam es wegen weiterer körperlicher Einschränkungen nicht dazu, dass ich meinen Weg gehen würde.
Auf dem Bild ist der Wagen betriebsbereit dargestellt.
Dieser Erfolg hat mich nun mutig gemacht, allerdings gab es auch Sachzwänge. Wir haben einen feststehenden Wohnwagen auf einem Campingplatz, das Vorzelt ist komplett ausgebaut, eine "normale" Küche eingebaut und natürlich mit entsprechenden Elektrogeräten ausgestattet, weiterhin betreiben wir oft zwei Laptops parallel und der Fernseher läuft im Hintergrund. Vor dem Vorzelt ist noch ein Carport sozusagen als Freisitz aufgebaut, der aber auch ganzjährig stehen bleibt und durch einen Sturmschaden sowieso neu bedacht werden musste. Kurzum häuften sich im vorigen Jahr gut 700,- Euro an Stromkosten an, klar, die kW/H kostet hier auf dem Platz 0,70€, was auch nicht diskutabel ist, einfach nur eine Tatsache.
Wir haben also das Dach vom Carport so konstruiert, dass wir nur eine kleine Schräge hatten und die Stabilität ausreichen sein musste, um eine Solaranlage tragen zu können. Ich möchte noch dazu sagen, dass wir uns den ganzen Sommer über auf dem Campingplatz aufhalten.
Kostenmässig bin ich von gebrauchten Paneelen ausgegangen und hatte auch vier erwischt, die optisch und messtechnisch noch tadellos in Ordnung waren. Es war auch nicht zu weit und ich konnte die 165-Watt-Module sogar an einem Sonntag abholen. Lochwinkelstangen hatten wir noch und so konnte ich mich an die Arbeit machen, die Dreiecksgestelle zu bauen.
Es dauerte noch einige Zeit, bis ich die weiteren Teile, also Kabel, Stecker, Laderegler zusammengesucht und gefunden habe. Sicher hätte ich die Sachen auch im Fachhandel bekommen können, aber es widersprach meinem Ehrgeiz. Ich wollte die Anlage so haben, dass ich sie parallel mit dem Netz betreiben konnte, nicht alle Abnehmer sind für Solar geeignet, ich dachte da an Rasenmäher, Microwelle, Kaffeemaschine und die Kühl-/Gefrierkombination, die auf jeden Fall weiter am Platzstrom angeschlossen bleiben sollten. Als Speichermodul habe ich drei 12-V-Autobatterien a 60 aH in Reihe geschaltet. Bis jetzt sind wir mit ca. 700,-€ hingekommen.
Im täglichen Gebrauch möchte ich damit bis auf die Ausschlussgeräte alles andere betreiben, was auf einem Campingplatz an Verbrauchern so üblich ist, muss aber dazu sagen, dass wir alles auf Leuchtdioden umgestellt haben.
Der Knackpunkt ist die Umschaltung von Solar auf Netz, wenn mal die Batteriespannung nicht mehr ausreicht. Da werde ich aber wohl noch einen Fachmann zu Rate ziehen müssen, weil wir die Anlage zwar schon in Betrieb hatten, jedoch bei der gewollten Umschaltung Probleme bekamen und die Sicherung kam. Da haben wir also noch nciht die richtige Lösung gefunden, es wird mit Sicherheit an der Verdrahtung liegen, aber wir (belesene Hobby-Solar-Anfänger) arbeiten dran.
Anregunden, Tipps und weitere Hinweise sind sehr willkommen, unser Campingplatz ist in der Nähe von Melsungen in Nordhessen.
Gruss Herbert
Ich habe glücklicherweise diese Seite gefunden und sage mal Hallo
Ich interessiere mich schon seit langem für erneuerbare Energien und zur Verfügung stellbare Energie, wo ich sonst keinen Strom vermuten könnte. Im Rahmen meiner Tätigkeit als Kraftfahrer im internationalen Fernverkehr habe ich auch schon so manche Anlage oder auch Teile von Anlagen nach Frankreich, Spanien und auch nach Italien gefahren.
Vor ca. zwei Jahren fasste ich dann den Entschluss, von Kassel aus nach Santiago de Compostella den Jakobsweg zu gehen. Und da ich mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen kein Gepäck also Rucksack tragen kann, habe ich mir dafür einen Pilgerwagen gebaut, auf dem ich mein Gepäck hinter mir herziehen kann. Weil ich mit etwa fünf Monaten gerechnet habe und unterwegs möglichst häufig im Zelt übernachten wollte, kam natürlich auch einiges mehr an Gepäck zusammen.
Mit meinem Blog wollte ich auch immer auf dem aktuellen Stand schreiben und möglichst sofort veröffentlichen, womit die Frage mit der Stromversorgung hinzukam. Ok, Kleines Laptop bietet ca 10 Betriebsstunden mit einer Akkuladung, Handy hält aber nur wenige Tage und so informierte ich mich, ob ich nicht auch etwas mit Solar machen könnte.
Ich bin dann auf eine 30-Watt Solarpaneele gestoßen, die ich zusammen mit einem kleinen Regler günstig ersteigern konnte. Eine 12V 12aH Batterie hatte ich noch stehen und so haben ich dann einen Teil meiner Küchenkiste auf meinem Pilgerwagen für die Technik freigemacht, die Batterie untergebracht, den Regler angeschlossen und dort auch einen Abgang zu zwei 12V Autosteckdosen nach außen angebracht. Die Solarpanele habe ich am Pilgerwagen mit Gelenken so festgechraubt, dass ich sie mit einem leichten Winkel nach hinten für einen höheren Wirkungsgrad einstellen konnte. So sollte ich, mit der Sonne im Rücken, auch immer genug Strom zur Verfügung haben, um meine elektrischen Geräte betriebsbereit zu halten.
Das hat testweise auch sehr gut funktioniert, nur leider kam es wegen weiterer körperlicher Einschränkungen nicht dazu, dass ich meinen Weg gehen würde.
Auf dem Bild ist der Wagen betriebsbereit dargestellt.
Dieser Erfolg hat mich nun mutig gemacht, allerdings gab es auch Sachzwänge. Wir haben einen feststehenden Wohnwagen auf einem Campingplatz, das Vorzelt ist komplett ausgebaut, eine "normale" Küche eingebaut und natürlich mit entsprechenden Elektrogeräten ausgestattet, weiterhin betreiben wir oft zwei Laptops parallel und der Fernseher läuft im Hintergrund. Vor dem Vorzelt ist noch ein Carport sozusagen als Freisitz aufgebaut, der aber auch ganzjährig stehen bleibt und durch einen Sturmschaden sowieso neu bedacht werden musste. Kurzum häuften sich im vorigen Jahr gut 700,- Euro an Stromkosten an, klar, die kW/H kostet hier auf dem Platz 0,70€, was auch nicht diskutabel ist, einfach nur eine Tatsache.
Wir haben also das Dach vom Carport so konstruiert, dass wir nur eine kleine Schräge hatten und die Stabilität ausreichen sein musste, um eine Solaranlage tragen zu können. Ich möchte noch dazu sagen, dass wir uns den ganzen Sommer über auf dem Campingplatz aufhalten.
Kostenmässig bin ich von gebrauchten Paneelen ausgegangen und hatte auch vier erwischt, die optisch und messtechnisch noch tadellos in Ordnung waren. Es war auch nicht zu weit und ich konnte die 165-Watt-Module sogar an einem Sonntag abholen. Lochwinkelstangen hatten wir noch und so konnte ich mich an die Arbeit machen, die Dreiecksgestelle zu bauen.
Es dauerte noch einige Zeit, bis ich die weiteren Teile, also Kabel, Stecker, Laderegler zusammengesucht und gefunden habe. Sicher hätte ich die Sachen auch im Fachhandel bekommen können, aber es widersprach meinem Ehrgeiz. Ich wollte die Anlage so haben, dass ich sie parallel mit dem Netz betreiben konnte, nicht alle Abnehmer sind für Solar geeignet, ich dachte da an Rasenmäher, Microwelle, Kaffeemaschine und die Kühl-/Gefrierkombination, die auf jeden Fall weiter am Platzstrom angeschlossen bleiben sollten. Als Speichermodul habe ich drei 12-V-Autobatterien a 60 aH in Reihe geschaltet. Bis jetzt sind wir mit ca. 700,-€ hingekommen.
Im täglichen Gebrauch möchte ich damit bis auf die Ausschlussgeräte alles andere betreiben, was auf einem Campingplatz an Verbrauchern so üblich ist, muss aber dazu sagen, dass wir alles auf Leuchtdioden umgestellt haben.
Der Knackpunkt ist die Umschaltung von Solar auf Netz, wenn mal die Batteriespannung nicht mehr ausreicht. Da werde ich aber wohl noch einen Fachmann zu Rate ziehen müssen, weil wir die Anlage zwar schon in Betrieb hatten, jedoch bei der gewollten Umschaltung Probleme bekamen und die Sicherung kam. Da haben wir also noch nciht die richtige Lösung gefunden, es wird mit Sicherheit an der Verdrahtung liegen, aber wir (belesene Hobby-Solar-Anfänger) arbeiten dran.
Anregunden, Tipps und weitere Hinweise sind sehr willkommen, unser Campingplatz ist in der Nähe von Melsungen in Nordhessen.
Gruss Herbert
Ich sage erst einmal Danke für die schnellen Antworten,
und muss mich gleich korrigieren:
Die Batterien habe ich nicht in Reihe geschaltet sondern
selbstverständlich parallel und bekomme insgesamt 13,7 Volt.
Für den Wechselrichter habe ich also Lehrgeld bezahlt, einen
habe ich abgeschossen und ein alter modifizierten Sinus-Wechselrichter 800/1600
Watt, den ich noch aus früheren LKW-Zeiten hatte, spielt leider nicht mit, beim
Einschalten geht die Leuchtdiode zwar auf Grün, jedoch nach etwa 5 Sekunden
wird sie rot und der Piep-Ton ertönt. Gemäß Bedienungsanleitung ist der also
auch defekt. Mein Solar-Laderegler hat allem Anschein nach alle Attacken
überstanden.
Ich möchte hier aber noch einmal auf Einzelheiten meiner
Anlage eingehen.
Der ermittelte Bedarf liegt tagsüber bei ca. 150 Watt,
steigt dann abends auf ca 500 - 600 Watt. Starke Verbraucher wie Rasenmäher,
Kaffeemaschine, Mikro-Welle und die Kühl- Gefrierkombination laufen auf einem
extra Stromkreis mit Strom aus dem Netz.
Ich betreibe:
4 Module EGV EGM-170
mit Adaptern von Yukita auf MC4
verbunden mit MC4Y 30A 4-2-1 einmal Plus und einmal Minus
angesschlossen an SOLAR 30A Laderegler
vom Laderegler aus werden 3 Autobatterien 12V 60 AH (günstig
bekommen) und Parallel geschaltet in einem Alu-Kasten verstaut
im Moment nicht betriebsbereit, weil ich mir erst noch einen
neuen Wechselrichter besorgen muss
hinter dem Wechselrichter ist eine IVT-Umschaltstation US-12
und von da aus geht es in die Stromkreise.
Als Grundlage für meine Anlage habe ich die Schaltskizze von www.solar-tronic.de zu hilfe genommen, zumal ich auch Bauteile der Firma verwende.
Als Grundlage für meine Anlage habe ich die Schaltskizze von www.solar-tronic.de zu hilfe genommen, zumal ich auch Bauteile der Firma verwende.
Der Stromkreis für die starken Verbraucher ist extra
abgesichert und läuft nur übers Netz, die anderen Stromkreise vorrangig über
Solar und bei Bedarf übers Netz.
Jetzt muss ich noch auf einen neuen Wechselrichter warten, um die Anlage in Betrieb zu nehmen.
Inzwischen habe ich die Anlage umgebaut: Eine Batterie habe ich rausgenommen und die zwei verbliebenen in Reihe geschaltet und erhalte somit eine 24-V-Anlage.
Inzwischen habe ich die Anlage umgebaut: Eine Batterie habe ich rausgenommen und die zwei verbliebenen in Reihe geschaltet und erhalte somit eine 24-V-Anlage.
Die IVT-Umschaltstation ist mitlerweile vom System abgetrennt, weil sie ja für 12 V gedacht war.
Der Laderegler ist auch für 24 V geeignet und bietet nun, trotz bewölktem Himmel folgendes Bild
Der Laderegler ist auch für 24 V geeignet und bietet nun, trotz bewölktem Himmel folgendes Bild
Der Wechselrichter wird noch erwartet, es soll ein reiner Sinus-Wechselrichter wwerden, weil ich mit einem mit modifizierte Sinus-Welle Probleme hatte.
Abends fällt der Laderegler auf ca 26 V ab, was aber normal sei wie mir gesagt wurde.
Abends fällt der Laderegler auf ca 26 V ab, was aber normal sei wie mir gesagt wurde.



